Im noch gar nicht so lange zurück liegenden Mai 2010 demonstrierte das Popduo Madcon (in Zusammenarbeit mit dem Eurovision Song Contest und dem norwegischen TV-Sender NRK), wie man mit Kreativität, Technologie und Musik Menschen dazu bringen kann, die trübe Rezessions-Stimmung wegzutanzen. Der europaweite Dance-Flashmob zum Song „Glow“, der von Millionen Zuschauern in ganz Europa verfolgt wurde, ist mittlerweile ein TV-Klassiker, und in der Folgezeit machte die Single sogar der ESC-Siegerin in vielen Ländern des Kontinents charttechnisch das Leben schwer. Noch während die meisten Musikfans in aller Herren Länder ihren Monsterhit „Beggin‘“ in bester Erinnerung hatten, gelang es dem Duo, seine internationale Karriere-Bilanz noch einmal ganz erheblich aufzuhübschen – und das in Zeiten, wo im Musikbusiness so etwas wie eine Follow-Up-Garantie kaum mehr existiert.
Madcon haben gezeigt, dass man viel gewinnen kann, wenn man einfach man selbst bleibt. Und sollte jemand irgendwann tatsächlich auf die Idee kommen, ihren Style kopieren zu wollen, so wird dies wohl in einer großen Enttäuschung enden. Denn die Lektion, die die meisten Menschen von Madcon lernen können, lautet: die Früchte ihrer Arbeit ernten meist nicht diejenigen, die versuchen, dazu zu gehören oder jemand anderes zu sein, sondern solche, die den Mut haben, anders zu sein und aufzufallen.







