Aloes Eltern stammen aus Panama. Er selbst wuchs als Amerikaner in erster Generation auf und wurde zu dem, was der Autor und Aktivist Amiri Baraka (geb. LeRoi Jones) einst über John Coltrane sagte. Er ist unvergleichlich “gefühlvoll; ein gereifter Wanderer”, der Zusammenhalt und Geschlossenheit in der Kunst und im Leben gefunden hat. Der Weg von seinem genreübergreifenden Debüt „Shine Through“ im Jahr 2006 zu „Good Things“ ist vergleichbar mit Marvin Gayes Reifeprozess zwischen „That’s the Way Love Is“ und dem darauf folgenden Meisterwerk „What’s Going“On.“ Aloe hat nie behauptet, ein Erbe von Gaye zu sein, aber auf musikalischer Ebene sind „Good Things“ und „What’s Going On“ vergleichbar, da beide Alben ein Charakterbild von den Künstlern zeichnen, das sie von der Flut der Performer abhebt, welche lebhafte und deutliche, aber doch angepasste und systemkonforme Statements über sich und ihre Arbeit machen.“Good Things“ ist eine klare Aussage, die Aloe mitten in der Welt des modernen Soul platziert.
Im Kern ist sein musikalischer Charakter der eines Robin Hood der Rezession, dessen Ziel es ist, seine Waren zu verkaufen und davon zu profitieren – in der Hoffnung, die weniger vom Glück Gesegneten aus dem kapitalistischen System zu befreien, das sie unterdrückt und ihn motiviert. Schließlich entstand der Wunsch, durch seinen eigenen Erfolg Veränderung zu bewirken und mehr Mitgefühl zu wecken. Das ist sein großer Plan. Und es ist wohl kein Zufall, dass auch seine Band so heißt (The Grand Scheme). Der Schlüssel ist Kompromissbereitschaft und ein Verständnis für die Macht populärer Kunst. Aloe ist bereit, die Ärmel hochzukrempeln und am Markt aktiv zu werden. „Good Things“ liegen vor uns.







